• Kevin Carter

Die 5 häufigsten Fehler auf Hochzeiten

...aus der Sicht eines DJ's und zukünftigen Bräutigams.... Wie viele von euch hatten bereits mit der Organisation und Planung einer Hochzeiten zu tun? Wahrscheinlich sind das in der Regel nicht viele. Und da auch Brautpaare meistens nur einmal heiraten, ist es fast selbsterklärend, dass viele gar nicht wissen können, welche Hürden auf so eine Feierlichkeit zu kommen kann. Woher also auch? Anders dagegen die Hochzeitdienstleister (Weddingplaner, Sänger, Trauredner,Fotografen, Caterer, DJ‘s uvm.), die jedes Wochenende im Auftrag der Liebe unterwegs sind. Diese kennen die kleinen und großen Stolpersteinchen, die eine Hochzeit mit sich bringen und das auch schon weit vor der eigentlichen Veranstaltung. So gesehen "heiraten" wir also jedes Wochenende und haben dadurch einen prima Blick bekommen, was eine Hochzeit zum perfekten Tag werden lässt und was eben nicht. Denn leider sind es oft die selben Dinge, die aus einer guten Intuition stammen, aber letztendlich einen eher negativen Effekt auf die Veranstaltung haben und eigentlich hätte vermieden werden können. Hier sind eben unsere Erfahrungen unbezahlbar, denn dieser Tag soll nicht nur, nicht (!) in die Hose gehen, sondern soll der schönste in eurem Leben werden! Daher möchte ich euch als angehendes Brautpaar, Trauzeugen oder Organisatoren unter die Arme greifen und euch die, meiner Meinung nach, häufigsten Fehler auf einer Hochzeit aufzeigen, damit ihr diese auf eurer Feier vermeiden könnt und somit auch schon im Vorfeld alles richtig macht. Alles nur Palaber von einem DJ? Nein, denn all diese Punkte sollen nur als Tipps und keineswegs als DER LEITFADEN für eure Hochzeit gesehen werden. Wer mich aber kennt, weiß, dass ich gerade selbst tief in der Planung meiner eigenen Hochzeit stecke und versuche dabei jeden Tipp davon zu beherzigen, um mir und meiner Verlobten schon bei der Planung das Leben zu erleichtern und uns damit die Feier ermöglichen, die wir uns wünschen. 1. Bitte plant früh genug Das ist so ein bisschen wie das 1. Gebot. So bald das Datum eures großen Tages feststeht, macht euch bitte so schnell wie möglich auf die Suche nach einer passenden Location bzw. den Dienstleistern eures Vertrauens. Denn das sind die wirklichen Säulen eurer Hochzeit! Viele Brautpaare „verplämpern“ leider erst einmal viel zu viel Zeit mit Sachen wie Dekoration, Einladungskarten, Brautkleid, Junggesellensabschied etc. Ohne despektierlich klingen zu wollen, aber das sind Dinge, die ihr noch jederzeit organisieren könnt. Eine Location, ein Fotograf, eine Sängerin oder ein DJ können leider nur einmal am Tag gebucht werden. Es wäre schade, wenn ihr für euren großen Tag, nicht das bekommt, was ihr euch eigentlich gewünscht habt, nur weil ihr zu spät gewesen seid. Gerade gute und beliebte Dienstleister sind in der Regel meistens schon mindestens 1 Jahr im vorraus verbucht. Zudem bekommen viele Brautpaare dann leichte Bauchschmerzen, wenn sie dann "nur" mit der B-Option leben müssen. Selbst meine Wenigkeit, die viele Verknüpfungen zu Hochzeitsdienstleistern hat, hatte schon bei den eigenen Hochzeitsvorbereitungen einige Schwierigkeiten , die Dienstleister zu bekommen, die man sich gewünscht hat. Ein anderer wichtiger Punkt ist: Bitte wählt eure Dienstleister nicht nach dem Preis, sondern nach eurem Bauchgefühl aus. Natürlich habt ihr ein gewisses Budget, aber ein Hochzeitsfotograf beispielsweise begleitet euch den ganzen Tag und wenn ihr euch dabei nicht komplett wohlfühlt, ist diese Ergebnis eben auch sichtbar. Geht hier bitte keine Kompromisse ein, denn hier kann wirklich die Qualität über den Ausgang eurer Feier entscheiden! 2. Findet einen Mittelweg zwischen Planen & Loslassen Meiner Meinung nach ist eine strukturierte Hochzeit wichtig, denn ich erlebe leider auch Hochzeiten, wo wirklich niemand (inkl. Brautpaar) weiß, was den Tag über eigentlich geplant ist. Das führt immer wieder zu Irritationen unter allen Anwesenden und kann auch mal ins Chaos führen. Allerdings sollte man es auf keinen Fall übertreiben und eine gewisse Flexibilität an den Tag legen. „Oh mein Gott, das Essen findet jetzt nicht mehr um 18:06 Uhr statt, sondern um 18:30 Uhr. Dann können wir ja gar nicht…“ Vergesst das! Ich habe wirklich keine Hochzeit erlebt, wo die Zeiten nicht mindestens um eine halbe Stunde verrutscht sind. Und glaubt mir, so lange wir nicht von 2 Stunden sprechen, ist das Ganze auch wirklich nicht schlimm. Denn die genauen Uhrzeiten habt eigentlich nur ihr im Kopf! Steigert euch also bitte nicht in den Zeitplan eurer Hochzeit hinein, so dass ihr dauerhaft auf die Uhr schauen müsst, und gebt wichtige Aufgaben, gerade am Tag der Zeremonie, an Trauzeugen, Brautjungfern oder Dienstleistern ab, auch wenn es euch schwerfällt. Ihr habt monatelang Blut, Schweiß und Tränen in die Planung gesteckt und sollt nun diesen einzigartigen Tag genießen! 3. Tischplanung Bei der Sitzordnung sehe ich immer wieder einen großen Fehler, der eigentlich gar nicht böswillig gemeint ist, aber den ich persönlich als DJ oft ausbaden muss: Und das ist die Besetzung von Oma & Opa direkt vor den Boxen bzw. der Tanzfläche. Mir ist, wie bereits geschrieben, durchaus bewusst, dass dies ein Punkt ist, an dem man nicht im geringsten bei der Planung denkt. Umso wichtiger wird dieser aber spätestens zur Party, wenn die ersten älteren Gäste den Pegel als viel zu hoch einstufen (ältere Leute haben verständlicherweise nun mal ein anderes Empfinden), das Weite suchen oder im schlimmsten Fall sogar schon den Heimweg antreten. Deshalb platziert eure ältere Gesellschaft lieber weiter von der Tanzfläche weg, so dass auch Diese die Musik genießen können, ohne sich gestört zu fühlen. Etwas ähnliches Gilt es übrigens auch für Gäste mit Kindern oder Neugeborenen zu berücksichtigen. Hier wäre die Planung für einen Rückzugsort sehr hilfreich 4. Wahl der Location Eine gute Location erkennt ihr daran, dass Diese alles erdenkliche tut, um euch den perfekten Tag zu ermöglichen. Auch wenn das bedeutet, dass deren Service-Mitarbeiter nicht vor 6 Uhr ins Bett kommen. Sollte für euch klar sein, dass eure Hochzeit die ganze Nacht andauern wird, dann klärt das unbedingt schon im Vorfeld vorher mit eurer Wunschlocation ab und lasst euch dieses vertraglich zusichern (wenn es nicht schon verzeichnet ist). Durch Location-Vorgaben wie Zimmerlautstärke oder Reduzierung des Bass‘s kurz nach Mitternacht, erleiden leider viele Feiern eine absoluten Bruch und kommen letztendlich auch zum Stillstand. Auch hier gilt wieder: Eine Hochzeit lässt sich nicht wiederholen und wenn Game over, dann Game over! Ziemlich ärgerlich, wenn man mal darüber nachdenkt, wie viel euch der DJ gekostet hat, dafür, dass ihr durch die vielen Beschränkungen nur 2 Std aktiv eine Party feiern konntet und der Rest Hintergrundmusik zum Essen war. Darüber hinaus solltet ihr eine Location wählen, die nicht allzu weit eurer eingeladenen Gäste entfernt ist. Denn dieses führt zum einen dazu, dass Freunde und Familie eine lange und anstrengende Anreise hinter sich bringen müssen (inklusive möglichen Verkehrstaus) und zum Anderen, dass der Großteil eurer Gäste einfach auf Sparflamme feiert (verzicht auf Alkohol, langer Rückweg) und die Hochzeit frühzeitig verlässt.


5. Spiele & Programmpunkte Hier kommen wir nun zum absoluten Klassiker auf Hochzeiten: Den Spielen, Dia-Shows und ähnlichen. Für mich persönlich gehören gute Spiele zu einer Hochzeit dazu, auch wenn das nicht jeder so sehen mag. Aber (!) bitte liebe Trauzeugen, Freunde und Familie, verzichtet auf peinliche Spiele, die nichts anderes im Sinn haben, als das Brautpaar an ihrem schönsten Tag bloßzustellen, nur um ein paar Lacher zu ergattern. Solltet ihr nicht auf Spiele verzichten wollen, so sucht euch welche heraus, bei dem die Gäste involviert werden und die vor allem nicht allzu lang sind. Ich sehe immer wieder unbeteiligte Gäste, die bei Spielen nach spätestens 10min das Handy heraus holen, eine Rauchen gehen oder abwesend durch die Gegend schauen, weil sie nicht nur zum 12 mal „das Kutscherspiel“ erleben müssen, sondern dieses bereits rückwärts auf hebräisch auswendig kennen. Hier gilt: Egal ob ihr euch als Brautpaar nun Spiele oder ähnliches zulasst, kommuniziert es deutlich(!) mit euren Trauzeugen oder den Menschen, die für die Organisation eures Abends verantwortlich sind. Vor allem in welcher Art und wann diese stattfinden sollen. Ich erlebe es leider immer wieder, dass Trauzeugen hier ihren eigenen Weg durchboxen wollen, obwohl dieses im Vorfeld anders mit dem Brautpaar abgesprochen war. „Da müssen sie durch“, kann gerne mal die Stimmung bei Braut und Bräutigum kippen lassen und das, glaubt mir, will nun wirklich niemand an dem Tag. Doch der wichtigste Punkt bei Spielen, Programmpunkten, Dia-Shows, Reden etc. ist, dass sie VOR der Tanzeröffnung geschehen! Jede Unterbrechung der Party ist ein absoluter Break und macht es jeder Feier schwer wieder in Gänge zu kommen, vor allem wenn der Abend immer später wird, Gäste erstmal sitzen und träge werden. Wer sich hinsetzt und langweilt, der schaut auch gerne mal auf die Uhr...

Mein Tipp: Nutzt die Zeit vor, sowie nach dem Essen für so etwas, denn in dieser Phase sind die Leute noch aufmerksam und ihr habt zudem in der Regel sehr viel Zeit für Spiele, Reden und ähnlichen Dingen. Vieler davon lassen sich selbst beim Essen bzw. zwischen den Gängen sehr gut integrieren und sind auch weniger störend als man denkt. So nutzt ihr optimal die Zeit und liefert den Gästen zugleich noch das ein oder andere Programm, so dass diese sich nicht über den Tag hinweg langweilen. DJ Bonus Tipp: Als kleines Schmankerl gibt es noch einen Bonus Tipp zum Thema Musik: Hier bitte ich euch auch an eure Gäste zu denken! Ihr steht auf Kanye West, Eminem & Co und würdet diese Richtung am liebsten 8 Std auf eurer Hochzeit hören? Nice. Doch leider tun das Tante Uschi und Onkel Karl nicht, denn die würden lieber gerne eine Runde „foxen“. Auch House Fan Daniel kann leider nichts mit Hip Hop anfangen und treibt sich lieber mit dem Handy auf Facebook rum, statt auf der Tanzfläche. Von den väterlichen ACDC & Kiss Fans ganz zu schweigen.

Das bedeutet nicht(!), dass ihr auf eure Lieblingsmusik verzichten sollt/müsst. Bei weitem nicht. Aber glaubt mir: Es gibt nichts schlimmeres als den eigenen Musikgeschmack mit aller Macht durchdrücken zu wollen und am Abend allein und verlassen auf der Tanzfläche zu verbringen. Vertraut hier einfach eurem professionellen Hochzeits-DJ, denn der hat schon mit den verschiedensten Genres, die ein oder andere Party zum kochen gebracht ;)

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