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  • Kevin Carter

Was bedeutet "Musik" eigentlich?

Musik...

Für wenige ist es nicht viel mehr als "Gedudel", die sehr schnell nerven kann. Für viele aber bedeutet es die Welt anders wahrzunehmen, sie für sich selbst besser zu machen. Warum summen wir den aktuellen Radiohit mit? Warum sind wir im Auto die lauthalse Zweitstimme während unser Lieblingssong die halbe Innenstadt beschallt? Warum besuchen wir Konzerte oder Festivals? Reicht da nicht, "seinen" Song auf Spotify ständig zu reseten? Warum feiert der DJ den gleichen Titel, obwohl er ihn schon zum 12ten mal in dieser Woche spielt? Warum kriegen große Jungs Gänsehaut, wenn ihr Lieblings-Superhelden-Theme durch das Heimkino dröhnt? Warum können manche Leute bei simplen Klavierklängen komplett abschalten? Andere wiederum headbangen zu lauter Heavy Metal Musik. Warum gibt es Menschen die ohne Musik nicht leben können, die sie quasi 24/7 brauchen?

Die Antwort ist kompliziert und doch auch simpel: Weil Musik schlichtweg nichts anderes ist als Emotion... Jeden Song den man hört, lößt etwas in uns aus. Sei es das nervige Gedudel, bei dem manch einer sich die Ohren zukleistern möchte. Vielleicht ist es aber auch der Song, den man damals mit seiner großen Liebe verbunden hat. Silbermonds "Das Beste" vielleicht? Wie lange haben wir das bekannte "Doo wop a doo" aus "Katchi" schon im Ohr und wippen immer noch mit? Wer dreht nicht völlig durch, wenn plötzlich im Club oder auf einer Party "Heads will roll" durch die Boxen dräscht und man mit seinen Freunden völlig durchdrehen kann? Wer hat nicht seinen Lieblings-DJ, der auf einem Festival mit "Seven Nation Army" und mit einem zusätzlichen "3,2,1..." die Menge zum kochen bringt? Es muss aber nicht immer "auf die Fresse sein"... Ich persönlich liebe den Clubsound, mag es aber auch gern mal ruhiger und sehr viel melodischer. Wenn ich zum Beispiel morgens nach einem Gig nach Hause fahre, höre ich Yoga-Entspannungsmusik...Bitte was? Ich und Yoga Musik? Freunde, kein Witz, aber ich bin in dem Moment der glücklichste Mensch der Welt. Relaxter und melodischer geht's einfach nicht mehr. Oder vielleicht doch? Was denkt ihr, wenn ihr beispielsweise Themes hört? Meistens einfach nur Groß und Überwältigend für unsere Ohren. Das beste Beispiel ist wohl das "Avengers Theme", welches letzten Sommer durch die Kinos schallte und uns Jungs innerlich selbst zum Helden machte. Ist das so ein "Jungen Ding"? Definitiv nicht. Denn selbst meine Mama kennt beispielsweise das allseits bekannte Star Wars Theme, obwohl sie die Filme nie gesehen hat. Hans Zimmer und John Williams, die gefühlt für fast alle Hollywood Themes zuständig sind, sind nicht nur für mich, die Messis und Ronaldos der Musikbranche. Überirdisch...

So viele verschiedene Arten von Musik, Melodien und Klängen in den verschiedensten Momenten unseres Lebens, in unserem Alltag. Wir können es drehen und wenden wie wir wollen: Musik umgibt uns immer und überall. Es fängt schon morgens mit dem Handy-Weckton an und hört im Idealfall Nachts auf einer Party auf. Dazwischen gibt es noch die obligatorischen Minuten unter der Dusche, die Fahrt zur Arbeit, sowie unsere Freizeit. All das ohne Musik? Für mich: NO WAY! Musik steuert uns, lässt uns hoch und auch wieder herunterfahren: Wir selbst nutzen sie sehr oft um uns in eine gewisse Stimmung zu bringen. Sei es konzentriert, angespannt oder völlig losgelöst. Losgelöst? Wer kennt ihn nicht, den völlig "abravenden" Festivalgänger, über den sich alle lustig machen, weil er so tanzt als würde er gerade einen Waldbrand löschen? Und nein, ich rede nicht von Salvatore Ganacci. Klingt lustig? Ist es auch wirklich. Aber sind wir selbst im kleineren Rahmen sprich in unserem Alltag so anders? Klänge fangen uns ein, leiten uns und lassen uns träumen. Und plötzlich wippt schon der Fuß mit... Doch wann ist Musik wirklich am schönsten? Ganz einfach: Wen sie uns verbindet! In Zeiten von Corona hab ich jede Woche live gestreamt und kann auch nicht behaupten, dass es mir keinen Spaß gemacht hätte. Ich liebte es explizit auch mal wieder ganz viel neue Musik zu spielen und auszuprobieren. Doch mir fehlte schnell etwas ganz entscheidenes zum glücklich sein: Und das wart ihr! "Music sounds better with you" ist nicht ganz ohne Grund mein Motto beim auflegen. Hieß es bei Madonna nicht auch "music makes the people come together"? Wie viele Partys habe ich schon erlebt, bei denen sich Leute völlig unbekannterweise in den Armen lagen, einfach nur, weil sie gerade den selben Song feiern. Es ist eben viel schöner die Dinge zu teilen, die wir lieben.

Ich könnte noch ewig weiterschreiben und doch würde ich das ganze Thema nur anschneiden können... Aber was ist nun Musik? MUSIK ist eine Kraft, die so viel mit uns anstellt und wir dennoch kaum beschreiben können. Klingt irgendwie nach "Liebe" oder?...

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